Ich heiße Chris Owain Carter (aber in Wales verwende ich oft das walisische Patronym Owain ab Owen) und bin Doktorand am Institut für Romanistik an der Universität Wien.
Sowohl meinen B.A. als auch meinen M.A. habe ich an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Romanischer und Skandinavistischer Linguistik erworben, mit einem Schwerpunkt auf Spanisch bzw. Norwegisch. Mein bisheriger Forschungsschwerpunkt liegt vor allem im Bereich der Soziolinguistik von Minderheiten- und Regionalsprachen, insbesondere des Galicischen.
Meine derzeitige Forschung untersucht die Sprache venezolanischer Migrantinnen und Migranten, die sich in deutschsprachigen Städten niedergelassen haben. Ziel ist es, die Frage zu beantworten, welche morphosyntaktischen Veränderungen in ihrem Sprachgebrauch beobachtet werden können – und in welchem Ausmaß. Im Rahmen des Projekts werden Venezolanerinnen und Venezolaner befragt, die heute in Wien, München oder Berlin leben. Die Transkriptionen dieser Interviews dienen dann als Grundlage für den Aufbau eines Korpus gesprochener Sprache. Die Ergebnisse sollen anschließend mit ähnlichen Projekten verglichen werden, die sich mit kubanischen Migrantinnen und Migranten in Miami (USA) und lateinamerikanischen Sprecherinnen und Sprechern in Montréal (Kanada) befassen.
Ich habe mich schon immer für mein Heimatland Wales begeistert und arbeite derzeit an einer Reihe persönlicher Projekte, die zum Ziel haben, ein vollständig kommentiertes Korpus der Vier Zweige des Mabinogion zu veröffentlichen, zusammen mit einem umfassenden, annotierten Glossar. Kürzlich habe ich außerdem Übersetzungen dieser Texte ins Galicische und ins Deutsche abgeschlossen; die kommentierten Ausgaben befinden sich derzeit im Pre-Print-Stadium.